Seit 1999

Seit 1999 manage ich Portfolios an den Kapitalmärkten. Der Weg ging nicht immer geradeaus, sondern durch Höhen und Tiefen. Almählich habe ich daraus gelernt. Heute schmunzel ich, wenn ich mir meinen Teil der Börsengeschichte ansehe.  Anhand von historischen Dokumenten will ich hier kurz schildern was alles passiert ist:

Als Schüler ging es los-  Vom ersparten Geld kaufte ich meine erste Aktie. Die lief nicht gerade spektakulär, also überlegte ich, nach welchen Kriterien man bessere Aktien auswählen könnte. Vorbilder wie Warren Buffet waren schnell gefunden und ich analysierte kräftig Geschäftsberichte. Schnell merkten Freunde und Verwandte, dass ich ein gutes Händchen hatte, und so folgten 20 Menschen dem Rat eines 19 Jährigen. Wilde Zeiten waren das.

Dokument 1) Beispiele für meine ersten, primitiven Aktien-Analysetabellen. Bei dem ersten Beispiel half meine damalige Freundin noch per Handschrift:

Noch wilder wurde es Anfang 2000. Boom an den Märkten. Zum Glück merkte ich, dass die Kurse viel zu teuer waren. Ich warnte nicht nur alle Freunde und Bekannte vor einem Zusammenbruch, ich setzte sogar darauf. Mit Put-Optionen. Die verdoppelten und verdreifachten sich.

Dokument 2) Mit Käufen von Put-Optionen auf Internetaktien Anfang des Jahres 2000 (wie hier Intershop und Yahoo – noch in Deutsche Mark) -verdiente ich in den folgenden Monaten der Krise viel Geld:

Die Analysemethoden für Aktien verbesserte ich fortwährend weiter. Heraus kam unter anderem eine Modeschmuck-Aktie, deren Gewicht im Depot Maximalwerte erreichte:

Dokument 3) Nachdem ich mit meinen frühen Aktienfiltern im Jahr 2001 die Aktie Bijou Brigitte entdeckt und gekauft habe, konnte ich die Position Jahr 2005 mit großem Gewinn wieder verkaufen:

 

In den folgenden Jahren machte ich 1000 Transaktionen an den Aktienmärkten und schnitt besser ab, als allgemeine Aktien.  Ich nahm sogar einen Kredit auf, um in Aktien zu investieren. Ich hatte dardurch auch Zeit mich zu bilden. Mit der Hilfe von großartigen Lehrern studierte ich Philosophie. Wirtschaftswissenschaften kamen offiziell erst später hinzu.

Es gab auch spektakuläre Misserfolge: Im Jahr 2008 verlor ich 40 Tausend Euro innerhalb eines Nachmittags!  Auf fallende Kurse von Volkswagen setzte ich mit Puts, die ich seit 7 Jahren nciht angefasst hatte. Zwar fielen die Kurse von VW tatsächlich innerhalb eines Jahres stark, ein spektakulärer und sehr kurzfristiger Kursanstieg auf über 1000 Euro, hervorgerufen durch geschicke Manipulationen im Zusammenhang mit der Übernahme durch Porsche hebelte meine Zertifikate jedoch aus und fegte den Markt leer, so dass ich keine Hebelzertifikate mehr nachkaufen konnte. An dem Abend wurde mir klar, dass ich viel Geld verloren hatte. Trotzdem schlief ich ruhig, weil ich wusste, dass  Vermögen nicht nur Geld ist und weil ich mir dachte: Ich kann es in Zukunft besser machen.

Langfristige Entwicklung der VW-Aktie

Es dauerte noch eine Zeit, bis ich Spekulationen konsequent sein ließ. Denn es gibt etwas besseres als Spekulation: Die systematische Auswahl von Aktien auf streng wissenschaftlicher Basis. Seit 1999 systematisierte ich die Technik der Aktienauswahl und erhob eine umfangreiche Datenbank aus Abschlussberichten von Unternehmen. Schließlich entwickelte ich eine Testmethodik für Kennzahlenkombinationen, die es erlaubte, herauszufinden, was dauerhaft funktioniert.

 

 

 

 

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